Das Erleben von Einschränkungen, Verzicht und Sorgen bei Reitern während der Corona-Krise

Kathrin Schütz mit Belara

In der Studie “Equestrians‘ Experience of Restriction, Renunciation, and Worries during the Corona Disease” haben wir das Erleben von Reitern während der Corona-Krise untersucht. Dabei ging es um die krisenbedingen Vorgaben, wobei die Konstrukte Einschränkungen und Verzicht sowie das Erleben der Sorgen in den jeweiligen Reitställen und im Umgang mit den Pferden betrachtet wurden. Hierfür wurden 813 Reiter insbesondere aus Deutschland und Österreich mittels eines Online-Fragebogens befragt.

Pferdebesitzer erlebten die Vorgaben als einschränkender im Vergleich zu Reitbeteiligungen; Unterschiede hinsichtlich des Erlebens von Sorgen gab es nicht. Personen aus Reitställen, in denen die Krisen bedingten Vorgaben eingehalten wurden, erlebten den damit einhergehenden Verzicht und die Einschränkungen stärker im Vergleich zu denjenigen aus Reitställen, in denen die Vorgaben nicht eingehalten wurden. In Reitställen mit weniger Pferdeboxen empfanden die Personen die Situation als weniger einschränkend im Vergleich zu Ställen mit mehr Boxen. Reiter aus Österreich wiesen höhere Werte bei den Konstrukten Verzicht / Einschränkungen und Sorgen auf als deutsche Reiter. Geschlechterunterschiede im Hinblick auf die Konstrukte lagen nicht vor. Die Befragten hielten sich seit während der Krise kürzer im Stall auf als zuvor.

Die Studie ist in der Fachzeitschrift German Journal of Sports Medicine erschienen und kann unter dem folgenden Link komplett gelesen und heruntergeladen werden: www.germanjournalsportsmedicine.com

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